Reifendruck im Winter: richtiger Luftdruck für Winterreifen
Der Reifendruck von Winterreifen sollte regelmäßig kontrolliert werden. Das erhöht nicht nur die Lebensdauer der Reifen, sondern verbessert auch Sicherheit, Fahrstabilität und Wirtschaftlichkeit.
Der optimale Reifenluftdruck
Verlässliche Angaben zum richtigen Reifendruck macht immer der Fahrzeughersteller. Die passenden Werte finden sich häufig:
- in der Bedienungsanleitung,
- auf der Innenseite des Tankdeckels,
- am Holm der Fahrertür oder
- in der Reifendrucktabelle des Herstellers.
Wichtig ist, dass sich der richtige Druck je nach Fahrzeugmodell, Reifengröße und Beladung unterscheiden kann. Allgemeine Richtwerte sind deshalb immer nur eine grobe Orientierung. Weitere Informationen findest du in unserem Ratgeber zum Reifendruck .
Regelmäßige Kontrollen im Winter
Gerade im Winter kommt es häufig zu starken Temperaturschwankungen. Das wirkt sich direkt auf den Luftdruck im Reifen aus: Sinkt die Außentemperatur, kann auch der Reifendruck abfallen. Deshalb sollte er in der kalten Jahreszeit besonders aufmerksam kontrolliert werden.
Automobilclubs und Fachbetriebe empfehlen, den Reifendruck etwa alle 14 Tage zu prüfen. Auch das Ersatzrad oder Notrad sollte dabei nicht vergessen werden, sofern dein Fahrzeug damit ausgestattet ist.
Reifendruckkontrollsysteme sind hilfreich – aber kein Ersatz
Seit November 2014 sind Reifendruckkontrollsysteme bei neuen Pkw in der EU vorgeschrieben. Diese Systeme überwachen den Druck beziehungsweise warnen bei Druckverlust. Sie ersetzen die manuelle Kontrolle jedoch nicht und passen den Luftdruck auch nicht selbstständig an.
Warum zu niedriger Luftdruck problematisch ist
Höherer Verbrauch und mehr Verschleiß
Ist zu wenig Luft im Reifen, steigt der Rollwiderstand. Das erhöht den Kraftstoffverbrauch und sorgt dafür, dass sich der Reifen schneller abnutzt.
Schlechteres Kurvenverhalten
Ein zu niedriger Reifendruck kann die Seitenführung verschlechtern. Gerade auf nasser, verschneiter oder vereister Fahrbahn wirkt das Fahrzeug dann weniger stabil und präzise.
Längerer Bremsweg
Wenn die Bodenhaftung nachlässt, verlängert sich in vielen Situationen auch der Bremsweg. Das kann im Winter besonders kritisch sein.
Weniger Grip und Stabilität
Die Kraftübertragung zwischen Reifen und Fahrbahn wird beeinträchtigt. Das kann sich negativ auf Grip, Fahrkomfort und Fahrsicherheit auswirken.
Praktische Tipps für den Alltag
Mit ein paar einfachen Gewohnheiten lässt sich der Reifendruck im Winter zuverlässig im Blick behalten und mögliche Probleme frühzeitig erkennen, bevor sie sich negativ auf Sicherheit, Fahrverhalten oder den Kraftstoffverbrauch auswirken.
- Den Reifendruck möglichst am kalten Reifen prüfen.
- Die Herstellerangaben für Normalbeladung und volle Beladung beachten.
- Alle Reifen kontrollieren – auch Ersatzrad oder Notrad, sofern vorhanden.
- Nach starken Temperaturabfällen den Druck zusätzlich überprüfen.
- Nach einem Reifenwechsel oder Werkstattbesuch die Werte kurz gegenprüfen.
Fazit
Wer den Reifendruck im Winter regelmäßig kontrolliert, fährt sicherer und wirtschaftlicher. Schon kleine Abweichungen können sich spürbar auf Bremsweg, Fahrverhalten und Reifenverschleiß auswirken.
Autorenhinweis
Geschrieben von Pierre Bonse
Freier Texter & Fachredakteur
Pierre Bonse schreibt für die Goodwheel Themengarage über Reifen, Räder, Fahrzeugtechnik und Mobilität. Seine Beiträge verbinden sorgfältige Recherche mit verständlichen Erklärungen und praktischen Tipps rund um Reifenkauf, Fahrzeugpflege und Sicherheit.
Schwerpunkte: Reifen-ABC, Reifen & Felgen, Reifentests, Kfz-Wissen
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